Bild: © CC0 Creative Commons - Von ThomasWolter/Pixabay (geändert)

Mut zur Veränderung: Einen Monat ohne Auto in Treptow-Köpenick

Das Bezirksamt soll im Rahmen eines Pilotprojekts Bürger*innen dazu animieren, temporär auf das eigene Auto zu verzichten. Im Gegenzug werden alternative Mobilitätsangebote im Carsharing und dem öffentlichen Nahverkehr zur Verfügung gestellt. Der Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Treptow-Köpenick für dieses Projekt wurde auf der Bezirksverordnetenversammlung am 21. Januar 2021 beschlossen.

Vorbild des Antrags ist das seit 2016 in Charlottenburg laufende Projekt „Neue Mobilität Berlin“. Unter dem Namen „Sommerflotte“ können Berliner ihre Autoschlüssel für einen Monat abgeben und dafür besondere Angebote fürs Car- und E-Bike-Sharing sowie der Berliner Verkehrsbetriebe bekommen. Das Projekt soll die Teilnehmenden dazu animieren, sich mit alternativen Verkehrsmöglichkeiten vertraut zu machen. „Viele Bürger*innen wissen nicht, wie effizient und einfach in der Nutzung diese Mobilitätsangebote sind“, erklärt Claudia Schlaak, Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin der Bündnisgrünen. „Sobald sie sich mit diesen vertraut machen, trennen sich viele sogar von ihrem Pkw“. Im Anschluss an die Sommerflotte 2019 gaben 29 Prozent der Teilnehmden an, sich dauerhaft von ihrem privaten PKW trennen zu wollen.

„Treptow-Köpenick ist mit alternativen Mobilitätsangeboten gut genug ausgestattet, um einen Großteil der privaten Pkws problemlos zu ersetzen“, betont auch Jacob Zellmer, ebenfalls Fraktionsvorsitzender und verkehrspolitischer Sprecher der Bündnisgrünen. „Unser Ziel ist, den enormen Platzverbrauch durch parkende Kraftfahrzeuge zu reduzieren und somit die urbane Lebensqualität zu verbessern. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung eignen sich unter anderem die Altstadt Köpenick oder Friedrichshagen für das Pilotprojekt. Der Bezirk muss jetzt so schnell wie möglich alle relevanten Akteuere an einen Tisch bringen, damit das Projekt noch in 2021 beginnen kann.“

Weitere Informationen zum Projekt „Sommerflotte“ finden sich unter: neue-mobilitaet.berlin

1 Kommentar

  1. R. Hübner

    Liebe grüne und ökoradikale Mitbürger,

    dieses Projekt ist ein weiterer Beweis dafür, dass in dieser Stadt und auch in diesem Bezirk dringend ein politischer Richtungswechsel notwendig ist. Für solche Projekte meine Steuergelder zu verschleudern ist schlicht und ergreifend eine Frechheit.

    Nun zum Thema:
    1. Welches ist das in der heutigen Zeit gesundheitlich sicherste Verkehrsmittel?
    !!!RICHTIG – das eigene Auto!!!, der ÖPNV ist in Coronazeiten mit Sicherheit grundsätzlich zu vermeiden und Sharing Angebote können ebenfalls kein ordentliches und vor allem sicheres Hygienekonzept umsetzen.
    2. Anstatt ständig weitere Straßenrückbauprojekte zu starten, sollten endlich vor langer Zeit beschlossene Infrastrukturprojekte umgesetzt werden (Beispiel TVO – Tangentiale Verbindung Ost).
    3. Stopp aller Projekte, die für eine Wohnverdichtung in der Innenstadt sorgen sollen – auch in Köpenick Treptow. Die Stadt und auch der Bezirk sind schlicht und ergreifend voll und werden sicher nicht attraktiver, wenn immer mehr Menschen auf noch engerem Raum zusammenleben müssen, um dann (wahrscheinlich grüne Idealvorstellung) alle zusammen auf riesigen Radwegen oder zusammengefercht in den alltäglichen Gesindelcontainern (ich glaube ihr nennt das ÖPNV) quer durch die Stadt zu kutschieren um glücklich und zufrieden den Alltagsstress in einer dreckigen von der gescheiterten Multi-Kulti-Kultur verdorbenen Hauptstadt namens Berlin ertragen zu dürfen.

    Jetzt zu mir: Ich bin glücklicherweise nicht von all den rot-grünen Horrorszenarien betroffen, da ich nicht auf den ÖPNV angewiesen bin (und diesen im Übrigen auch schon ca. 20 Jahre nicht mehr genutzt habe) und mir jederzeit überlegen kann, ob ich nun mit Auto, Motorrad, Fahrrad oder etwas länger zu Fuß zur Arbeit fahre/gehe, oder ob ich mal HomeOffice mache. Es gibt je nach Wetter- oder Gefühlslage auch Tage oder manchmal auch Wochen, an denen ich mein Auto oder mein Motorrad überhaupt nicht benutze. Aber grundlegend ist, dass ich dies freiwillig und aus eigenem Antrieb tue. Wenn ich aber das Gefühl bekomme das es politisch angestrebt wird mich dazu zu zwingen (und das ist grüne Alltagspolitik und Vision) auf diese Komfortzone verzichten zu müssen, dann wächst dementsprechend auch der Widerstand in mir. Daher haben sowohl die Grünen, als auch die beiden roten Parteien einen weiteren (witziger Weise ehemaligen) Wähler weniger auf ihrer Seite und dafür einen weiteren aktiven Gegner gegen sich stehen.

    Diese meine Geburtsstadt ist auf dem besten Weg nicht mehr meine Heimatstadt zu sein. Danke dafür…

    Danke für grauenvolle Zukunft…

    Danke für nichts!!!

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