Das Bezirksamt Treptow-Köpenick soll sich bei Bauvorhaben verstärkt für die Begrünung von Dächern und die Installation von Solaranlagen einsetzen. Ein entsprechender Antrag der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen wurde auf der Bezirksverordnetenversammlung am 12. November 2020 beschlossen. „Dachgrün und Solaranlagen sorgen für ein besseres Stadtklima und weniger CO2-Emissionen. Wir freuen uns, dass die BVV diesem wichtigen Anliegen gefolgt ist“, erklärt Claudia Schlaak, Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecherin der Bündnisgrünen.
Aufgrund der vielen Baumaßnahmen im Bezirk und der zunehmenden Verdichtung ist es nicht möglich, jedes Grün zu erhalten oder Ausgleichsmaßnahmen direkt vor Ort zu realisieren. Aus Sicht der Bündnisgrünen müssen innerstädtische Flächen daher – und wenn sie noch so klein sind – aus einer neuen Perspektive betrachtet werden. Zum einen soll die Dachbegrünung einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen. Zum anderen soll der Bezirk seiner Verantwortung für den Klimaschutz gerechter werden und in den Bauberatungen von Bauanträgen für die Installation von Photovoltaikanlagen werben. Für die Maßnahmen sollen Investoren jeweils auf verschiedene Fördermöglichkeiten, wie zum Beispiel das Berliner Förderprogramm GründachPLUS, hingewiesen werden.
„Begrünte Dächer halten Niederschläge zurück und entlasten bei Starkregen die Kanalisation, kühlen Gebäude bei Hitze herunter und bieten Insekten einen Lebensraum“, erklärt Claudia Schlaak. „Neben dem Erhalt eines guten Stadtklimas müssen wir auch unserer Verantwortung für die globale Klimanotlage gerechter werden. In Treptow-Köpenick werden aktuell nur wenige kommunale Dächer für die Solarstromerzeugung genutzt. Ein sinnvoller Beitrag zur Energiewende Treptow-Köpenicks ist damit nicht gegeben. Hier gibt es noch sehr viel Luft nach oben.“
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