In der Umsetzung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen kommt Kommunen eine Schlüsselrolle zu. Die Arbeit vor Ort ist für eine nachhaltige Entwicklung unserer Welt genauso wichtig wie auf Bundes-, EU- und UN-Ebene. In ihrer September-Sitzung hat die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick zwei Anträge der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD und der Linken beschlossen, die dazu dienen, die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele vor Ort zu unterstützen.
Einige Beispiele: Kommunale Aktivitäten in der öffentlichen Beschaffung oder im Bereich des Klimaschutzes haben potentiell globale Auswirkungen. Lokale Strategien zur energetischen Gebäudesanierung oder der Modernisierung des öffentlichen Personennahverkehrs können erheblich zur Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen. Ein wichtiger Schritt ist hierbei u.a. die von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ebenfalls geforderte Benennung eines Klimaschutzbeauftragten im Bezirk. Das Prinzip der Nachhaltigkeit muss im Verwaltungsalltag fest verankert werden. Mit ihrem speziellem Fachwissen über ressourcenschonende Stadtentwicklung, Abfallentsorgung oder Daseinsvorsorge können Kommunen wie Treptow-Köpenick einen entwicklungspolitischen Beitrag leisten, der von Bund und Ländern in dieser Form nicht abgedeckt wird. In diesem Kontext sollten auch die Potenziale von Migrantinnen und Migranten als Brückenbauer zu ihren Herkunftsländern einbezogen werden.
„Politik für nachhaltige Entwicklung muss in erster Linie aus der Gesellschaft heraus getragen werden“, erklärt Benjamin Hanke, wirtschafts- und kulturpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen. „Das Bezirksamt muss daher in einem engen Dialog mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und der Bürgerschaft Treptow-Köpenicks Maßnahmen erarbeiten, wie die Nachhaltigkeitsziele in Treptow-Köpenick umgesetzt und gelebt werden können.“
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