Bild: © Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen BVV Treptow-Köpenick

BVV lehnt Vorschlag für neuen Schulstandort in Alt-Treptow trotz Mangels an Schulplätzen ab

Das Bezirksamt wird das Grundstück in der Lohmühlenstraße 67 in Alt-Treptow vorerst nicht für die Schaffung eines neuen Schulstandorts berücksichtigen. Eine entsprechende Forderung der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen wurde am 12. November in der Bezirksverordnetenversammlung abgelehnt. „Mit der steigenden Bevölkerungszahl und dem zunehmenden Wohnungsbau in Alt-Treptow dürfen wir die soziale Infrastruktur nicht außer Acht lassen. Die Ablehnung unseres Antrags, der lediglich eine Prüfung der Fläche in der Lohmühlenstraße als Schulstandort vorsah, ist vor diesem Hintergrund nicht nachzuvollziehen“, erklärt Johannes Sievers, schulpolitischer Sprecher der Bündnisgrünen.

Die übervollen Grundschulen im Einzugsgebiet müssen dringend entlastet werden. Durch die Zunahme der Bevölkerung erhöht sich Bedarf für wohnortnahe Schulplätze immer weiter. Die Fläche in der Lohmühlenstraße 67 befindet sich in Privateigentum und wurde bisher noch nicht für eine Nutzung mit sozialer Infrastruktur in Betracht gezogen. Aus Sicht der Bündnisgrünen sollte die Fläche frühzeitig auf Eignung als Schulstandort und der Ankauf durch das Land Berlin geprüft werden. Die BVV lehnte den Vorschlag mit der Begründung ab, dass es sich bei dem Standort um ein Gewerbegebiet handelt. Einen Alternativvorschlag gibt es bisher nicht.

„Alt-Treptow wächst, doch die soziale Infrastruktur wächst nicht mit“, sagt Catrin Wahlen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen und Bürgerin aus Alt-Treptow. „Die soziale Infrastruktur, wie ausreichende Kitas und Schulen, müssten bei geplanten Bauvorhaben immer mitberücksichtigt werden. In Alt-Treptow werden allerdings die meisten Bauvorhaben, auch sehr große Vorhaben, ohne Bebauungsplanverfahren entwickelt und somit ohne dass die soiale Infrastruktur gestärkt wird. Dass die anderen Fraktion in der BVV die Prüfung der Fläche in der Lohmühlenstraße ablehnen und keine Alternativvorschläge machen, ist enttäuschend und für den Ortsteil eine vertane Chance.“

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