Mit den neuen Personaleinstellungen im Bezirksamt Treptow-Köpenick drohen die Räumlichkeiten in der Verwaltung knapp zu werden. Aus diesem Grund fordert die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen die Erstellung eines auf etwa zehn Jahre angelegten Raumkonzepts für die Verwaltungs- und Bürostandorte des Bezirksamts. Ein entsprechender Antrag wurde für die Bezirksverordnetenversammlung am 31. Januar 2019 eingebracht. „Einige Ämter klagen bereits über fehlende Räume für ihre Aktivitäten“, begründet Claudia Schlaak, Vorsitzende und Sprecherin für Personalpolitik ihrer Fraktion, den Antrag.
Treptow-Köpenick ist nach Mitte der am schnellsten wachsende Bezirk Berlins. Allein im Jahr 2017 ist die Bevölkerung um fast 5.500 Menschen gewachsen. Nicht nur die erforderliche Infrastruktur wie Schulen, Sportanlagen oder Radwege zu schaffen, wird zunehmend zum Problem. Das Bezirksamt sucht nach langen Jahren der Einsparungen nun auch verstärkt wieder neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Stadtplanung, das Ordnungsamt, das Jugendamt, das Gesundheitsamt und weitere, um die Dienstleistungsangebote des Bezirks aufrechtzuerhalten. Mit neuem Personal erhöht sich der Raum- und Flächenbedarf im Bezirksamt. Ein langfristig angelegtes Raumkonzept soll aus Sicht der Bündnisgrünen verhindern, dass kurzfristig teure Notlösungen an möglicherweise ungeeigneten Standorten erfolgen.
„Wir nehmen nicht hin, dass unser Bezirk auf ein programmiertes Chaos zusteuert. Notlösungen, bei denen zum Beispiel die Musikschule Räume abgeben soll, damit Büros geschaffen werden können, sind indiskutabel“, so Claudia Schlaak. Jacob Zellmer, ebenfalls Fraktionsvorsitzender und städtebaupolitischer Sprecher, ergänzt: „Es rächt sich, dass unser Bezirk jahrelang Liegenschaften an das Land Berlin abgegeben hat. Jetzt müssen wir genau ermitteln, wo wir neue Arbeitsplätze schaffen werden und enstprechend Bürogebäude errichten oder zurückerwerben.“
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